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Die Wirtschaftstheorie geht von der These aus, dass der Mensch im Grunde risikoscheu ist und Ungewissheit aus Vernunftgründen meidet. Doch ein anderer entgegengesetzter Zug seines Wesens treibt ihn dazu an, sich auch riskanten Situationen auszusetzen. Robert J. Shiller erklärt: „Dieser natürliche Impuls, der mit Abenteuerlust und Selbstachtung zu tun hat, ist ein Triebfaktor für Unternehmergeist…

Die bislang relativ erfolglosen Bemühungen, die Finanz- und Schuldenkrise einzudämmen, scheinen Europa dazu zu führen, den Glauben an sich selbst zu verlieren. Das provoziert für Wolfgang Hetzer die Frage, ob eine Währungsgemeinschaft, in der sich der Zweifel eingenistet hat, überhaupt noch funktionieren kann. Geld kann der Angst alles zu verlieren nur damit begegnen, wenn alle…

Für den deutschen Liberalismus ist es charakteristisch, den Markt immer aus kulturgeschichtlicher und gesamtgesellschaftlicher Perspektive zu betrachten. Wolfgang Kersting erklärt: „Daher ist seine Analyse der Entwicklung des Kapitalismus und seiner Krisen immer eingebettet in großformatige geistesgeschichtliche Deutungen und umfassende zeitgeschichtliche Analysen.“ Die Gegenwart färbt dabei in den meisten Fällen den Blick auf die Vergangenheit: gegenwartsdiagnostische…

Robert J. Shiller vertritt die These, dass die modernen Gesellschaften im Zeitalter des Finanzkapitalismus leben und dies auch nicht bedauern sollten. Denn Finanzinstitute können und sollten seiner Meinung nach durch Vorschriften und Einschränkungen reglementiert werden, damit sie den Interessen der Gesellschaft dienen. Robert J. Shiller bescheinigt den Finanzinstituten eine eigene Logik und Macht, die eine…

Die Diplom-Psychologin Myriam Bechtoldt, die seit August 2012 als Professorin für Organisational Behaviour an der Frankfurt School of Finance und Management lehrt, hat das Nachwort zu dem Buch „Ich arbeite immer noch in einem Irrenhaus“ von Martin Wehrle geschrieben. Darin sind unzählige Beispiele zu finden, wie schlecht deutsche Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern umgehen. Myriam Bechtoldt…

Für den Philosophen Dieter Thomä, der seit dem Jahr 2000 an der Universität St. Gallen in der Schweiz lehrt, ist der Kapitalismus ein familienfeindliches Wirtschaftssystem. Denn zwischen beiden ihm und der Familie besteht ein klassischer Konflikt. Im Kapitalismus zählt nur der eigene Profit, denn man aus seiner Tätigkeit erzielt. In der Familie dagegen wird ein…

Mit dem Euro verfolgten die Gründungsväter der europäischen Währungsunion nicht nur wirtschaftliche Ziele. Altbundeskanzler Helmut Kohl begründete die Geburt des Euro gegenüber dem Deutschen Bundestag zum Beispiel am 23. April 1998 unter anderem damit, dass der Euro die Europäische Union als Garanten für Frieden und Freiheit stärke. Zudem war sich der CDU-Politiker ganz sicher, dass…

Für den amerikanischen Trendforscher Gerald Celente befindet sich die Welt mitten im Krieg. In einem Währungskrieg, in einem Handelskrieg und in einem Klassenkrieg. Und wenn die Politiker für die westliche Schuldenkrise nicht bald eine nachhaltige Lösung finden, dann droht auch bald wieder ein Weltkrieg. Gerald Celente nennt den Grund: „Weil zu wenige Menschen zu viel…

Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist für den Ökonomen und Wirtschaftsweisen Peter Bofinger die Inflationsrate. Ist diese niedrig, können die Menschen sicher sein, dass ihre Geldersparnisse auf Dauer ihren Wert behalten. In der volkswirtschaftlichen Literatur sind sich die meisten Geldtheoretiker darüber einig, dass eine Inflationsrate von 2 Prozent einen guten Zielwert für eine Geldpolitik darstellt, die sich…

Der Psychiater Borwin Bandelow hat sich mit der Psyche von Popstars auseinandergesetzt und ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass Narzissmus eine wichtige Voraussetzung für Ruhm ist. Das gilt aber nicht nur für die Stars der Musikszene, da es unter allen berühmten Menschen narzisstische Persönlichkeiten gibt. Borwin Bandelow sagt: „Narzissten haben diese unerschöpfliche Energie, diesen…